DAS ANDERSSON SYSTEM /
10-ER BLOCK

Dieses System dient Schauspielern wie eine Art Werkzeugkasten für die Erarbeitung und Entwicklung einer Rolle. Anhand eines Fragenkataloges und verschiedener künstlerischer Tools, die miteinander korrespondieren, aber auch einzeln anwendbar sind, wird die Figur systematisch durchleuchtet, körperlich begriffen und so mit Leben gefüllt.

Persönliche Erlebnisse und konkret damit verbundene Erinnerungen und Gefühle wie beim Method Acting bleiben dabei außen vor. Der persönliche emotionale Haushalt jedoch und die Möglichkeit, damit virtuos, durchlässig und wiederholbar vor der Kamera zu arbeiten, sowie der Körper als verlässliches Instrument bilden die Grundlagen dieser Technik.

Diese Art der Drehvorbereitung bietet eine zuverlässige Basis für die Zusammenarbeit mit Regisseuren und intuitives, glaubhaftes und präsentes Spiel vor der Kamera.

Unter anderem geht es um folgende Aspekte:
 

Was genau erlebt meine Figur - aus ihrer Perspektive?

➝ Was ist die Essenz, das Wesentliche der Szene aus der Sicht meiner Rolle?

 

Der Wille als Motor der Szene - was will meine Figur, und warum?

➝ Welche Intentionen und Handlungsimpulse leiten sie, welchen Widerständen begegnet sie?

 

Wie lote ich die wesentlichen Beziehungen in der Szene aus?

➝ Wie ist die Beziehung zum Gegenüber, zum Raum, zu dritten anwesenden und erwähnten Charakteren?

Welches sind die wesentlichen Konfikte und Fallhöhen?

➝ Welche Entscheidungen hierzu ergeben die interessantesten Möglichkeiten für mich als SchauspielerIn?

 

In welcher Verbindung steht meine eigene Persönlichkeit zu der meiner Figur?

➝ Wie bin ich vor der Kamera authentisch, ohne mich selbst zu spielen?

 

„Danke, wir drehen noch eine – genauso nochmal, bitte!“

➝ Wie arbeite ich präzise, sodass meine Aktion wiederholbar und gleichzeitig jedesmal lebendig ist?

Unter anderem mit dem Andersson System und dem 10er Block arbeiten 

Dominique Chiout

Beate Maes